Begriffe der Fahrwerksvermessung

Messwertaufnehmer

 

Die Stromversorgung des Messwertaufnehmers erfolgt über eingebaute Akkus oder über Kabelverbindung zum Geräteschrank.

 

Die Fahrwerksmeßwerte werden durch optische Vermessung mittels je 2 CCD-Zeilen-Kameras (charge-coupled-device = ladungsgekoppelte Fotoelemente) und 4 Infrarot-Lichtquellen in jedem Messwertaufnehmer ermittelt. Eine Kamera sitzt im Hauptgehäuse, die zweite im Ausleger.

 

Jede CCD-Kamera wird abwechselnd von 2 IR-Lichtquellen beleuchtet; dies erfordert eine Schrägstellung der CCD-Zeilen in den Kameras um 45" zu den beiden Lichtstrahlen. Eine Lichtquelle innerhalb der Kamera strahlt direkt von oben auf die CCD-Zeile. Diese Lichtquelle ist in einem Pendel eingebaut und dient zur Messung von Sturz bzw. Spreizung.

 

Der zweite Lichtstrahl fällt vom gegenüberliegenden Messwertaufnehmer in horizontaler Richtung auf die gleiche CCD-Zeile und dient der Messung der Spurwinkel.Die CCD-Kamerazeile ist in 1024 nebeneinanderliegende Segmente unterteilt. Aus der Bestrahlungsintensität auf den verschiedenen Segmenten kann die Strahlauslenkung und somit der entsprechende Winkel berechnet werden. Dabei wird über eine vorgeschaltete Linse, die den punktförmigen Lichtstrahl auf einen Strich reduziert, und der Fähigkeit der nachgeschalteten Kameraelektronik, den hellsten Bereich des Lichtstrichs zu erkennen, eine sehr hohe Genauigkeit erzielt.

 

Die einzelnen Steuervorgänge und Datenströme werden mittels Infrarotlicht zwischen den Messwertaufnehmern und dem Empfänger im Geräteschrank übertragen.

 

Die Messwertaufnehmer werden mittels eines Paßbolzens in die Mittenbohrung der markenspezifischen Schnellspanneinheit oder universellen Quickspanneinheit geführt. Durch eine Knebelschraube an der Spanneinheit werden sie festgeklemmt. An der Oberseite des Messwertaufnehmers befindet sich eine kleine Wasserwaage für die horizontale Ausrichtung.

 

Quelle: Beissbarth


Anrufen

E-Mail

Anfahrt